Donnerstag, 21. Juni 2018

Verkehrssicherheitsrat: "Beschränktes" Verhalten kann tödlich sein

Hamburg (dvr) - In Deutschland gibt es rund 17.500 Bahnübergänge. Das Warten auf den herannahenden Zug kann richtig unangenehm sein, besonders wenn man in Eile ist. Vor allem bei Übergängen, bei denen es keine oder lediglich sogenannte Halbschranken gibt, mag es verlockend sein, sich trotz vorhandener Lichtzeichen vorbei zu mogeln. Das kann tödliche Folgen haben, darauf weist der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hin. 2015 gab es nach Auskunft der Deutschen Bahn über 150 Unfälle an Bahnübergängen. Dabei kamen 35 Menschen ums Leben. In neun von zehn Fällen ist es menschliches Fehlverhalten, das die Unfälle verursacht.

Aus Leichtsinn missachten manche Fahrer und Fahrerinnen die Warnsignale. Oft ist es aber auch Unwissen. Dabei ist es doch ganz einfach. Das Andreaskreuz signalisiert: Züge haben absolute Vorfahrt. Dies gilt auch dann, wenn es keine Schranken oder Lichtzeichen gibt. Wenn sich eine Schranke schließt oder bereits unten ist, heißt das in jedem Fall: warten. Auch rotes oder gelbes Licht sowie Blinkleuchten bedeuten: anhalten! Weiterfahren darf man erst, wenn die Lichter aus sind und - falls vorhanden - die Schranken wieder vollständig geöffnet sind.

Züge haben wegen ihrer großen Masse und der hohen Geschwindigkeiten einen sehr viel längeren Bremsweg als ein Pkw. Bis zu 1.000 Meter benötigt etwa ein 100 km/h schneller Reisezug zum Anhalten. Sven Rademacher vom DVR gibt Autofahrerinnen und Autofahrern wichtige Tipps für das Verhalten an Bahnübergängen: "Es ist wichtig, sich Bahnübergängen langsam zu nähern und immer bremsbereit zu sein. Die Schienen sollte man zügig überqueren, aber stets mit eventuellen Bodenwellen rechnen." Auf das Funktionieren von Schranken und Signaleinrichtungen sollten sich Verkehrsteilnehmer nicht unbedingt verlassen. Technische Defekte oder Fehlbedienung seien zwar extrem selten, könnten aber nie vollständig ausgeschlossen werden.

Bahnübergänge werden bereits im Vorfeld angekündigt: Ein dreieckiges Gefahrzeichen, auf dem ein Zug abgebildet ist, weist auf den Bahnübergang hin. Die Entfernung zum Bahnübergang wird durch Warnbaken angegeben: 240 Meter vor dem Bahnübergang steht eine Bake mit drei Querstreifen, 160 Meter und 80 Meter vor dem Übergang folgen weitere Baken mit zwei beziehungsweise einem Streifen. In einer Entfernung von 240 Metern vor dem Bahnübergang bis hinter dem letzten Gleis ist das Überholen grundsätzlich verboten.

Falsches Verhalten an Bahnübergängen kann nicht nur gefährlich sein, sondern auch Geld kosten. Der DVR weist darauf hin, dass das Missachten eines roten oder gelben Lichtzeichens oder Blinklichts mit einem Bußgeld in Höhe von 240 Euro, zwei Punkten im Flensburger Fahreignungsregister und einem Monat Fahrverbot bestraft werden kann. Die Slalomfahrt durch geschlossene Halbschranken kann ein Bußgeld in Höhe von 700 Euro, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot zur Folge haben. Im Falle eines Unfalls kann es sogar das Leben kosten. Hinzu kommt, dass ein Fahrer, der sich verbotenerweise durchschlängelt, andere zur Nachahmung seines gefährlichen Verhaltens verleiten kann. Es ist also in jedem Fall besser, zu warten.

Foto: © obs/Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V./Gerhard Zerbes

(aktuell bis 09.10.2018 - 4991 x aufgerufen)

Was gibt es Neues?

Ab jetzt rollt die Reisewelle: ADAC Stauprognose vom 22. bis 24. Juni 2018 [... mehr lesen]

Hamburger Tierschutzverein fordert: Hände weg von Jungvögeln! [... mehr lesen]

Bezirksversammlung setzt erfolgreiche Reihe "Wirtschaft vor Ort" fort [... mehr lesen]

Eingeschränkte Öffnungszeiten des Kundenzentrums Wandsbek am 26.06. [... mehr lesen]

Flüchtlinge werden ab sofort im normalen Busfahrdienst eingesetzt [... mehr lesen]

Eine vorläufige Festnahme und Zuführung nach Raub in Hamburg-Eilbek [... mehr lesen]

Neubau einer Sohlgleite am Pulverhofteich in Hamburg-Rahlstedt geplant [... mehr lesen]

Trickbetrug beziehungsweise -diebstahl zum Nachteil älterer Menschen [... mehr lesen]

Naturheilkunde vertrauenswürdig und wirksam: Gesund mit Homöopathie [... mehr lesen]

Chaos im Kopf, unkonzentriert: ADHS - auch Erwachsene sind betroffen [... mehr lesen]

Sperrungen der Straße Tückobsmoor und Henny-Schütz-Allee ab 16.04.2018 [... mehr lesen]

Einsamkeit lindern - Senioren- und Demenzbegleiter werden gesucht [... mehr lesen]

Wandsbeker Gastfamilien für Südafrikanische Schülerinnen und Schüler gesucht [... mehr lesen]

Eulenspiegelstadt macht Lust auf Urlaub und bietet viele Reiseanlässe [... mehr lesen]

Bezirksamtsleiterin Yvonne Nische ist die Erste Frau in Hamburgs Norden [... mehr lesen]

Impfen für Kinder / Erwachsene kostenlos in HH-Nord am 4. Juli 2018 [... mehr lesen]

Festa Junina - Brasilianisches Picknick im Botanischen Sondergarten [... mehr lesen]

Kirschenzeit ist Sommerzeit: 9. Altländer Kirschenwoche im Alten Land [... mehr lesen]

Das Fütterungsverbot von Stadttauben und die Meldepflicht von Ratten [... mehr lesen]

Übelkeit, Völlegefühl, Schmerzen: Stress - Gefahr für Magen und Darm [... mehr lesen]

Sommersperrung auf der U1 beginnt am Montag, 25. Juni 2018 [... mehr lesen]

Internationales Model Zohre Esmaeli engagiert sich für das DRK [... mehr lesen]

Flaggen und Fähnchen - Fan-Schmuck am Auto mit Augenmaß einsetzen [... mehr lesen]

Vom Winterblues zur Dauer-Erschöpfung? Was jetzt helfen kann. [... mehr lesen]

Sammlung Rolf Horn - Werke aus der Stiftung - Sonderausgabe [... mehr lesen]

Sichere Entsorgung von Asche und Grillkohle in Wandsbeker Grünanlagen [... mehr lesen]

BUND Wasser-Bericht: Hamburgs Gewässer sind in keinem guten Zustand! [... mehr lesen]

Keine Verletzung der Aufsichtspflicht auf dem Weg zum Kindergarten [... mehr lesen]

Startklar: Tipps für die Urlaubsreise mit dem eigenen Auto [... mehr lesen]

Ausschreibung HELDENHERZ 2018 - ein Medienpreis für den Kinderschutz [... mehr lesen]

Suche

 

Werbung

Aus der Geschäftswelt - Public Relations

Flüchtlinge werden ab sofort im normalen Busfahrdienst eingesetzt

und startet durch. Heute erhielten zehn Flüchtlinge von Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN), ein Schreiben, das sie zu einem festen Teil des Teams aus rund 2 000 [...]  ... weiter lesen

Rechtliche Hinweise

Die Wiederverwendung des Inhalts der Zeitung und der Webseiten ist nur mit Quellenangabe gestattet. Anzeigenentwürfe unterliegen dem Copyright des Lokal-Anzeigers und dürfen nur mit Genehmigung veröffentlicht werden.

 

© 1998-2018  - LOKAL-ANZEIGER VERLAG

Weitere Webseiten des Lokal-Anzeigers

Hamburg-Termine - Veranstaltungen in Hamburg
Speisen à la carte - Hamburger Restauranttipps
Swinging Hamburg - Jazzhauptstadt Hamburg
Suchen in Hamburg - Hamburger Webverzeichnis
Hamburger Derby-Woche - Meisterschaft der Galopper
Lokal-Anzeiger bei facebook

fon: 04552 - 735    /    mobil: 0176 - 57632100