Montag, 10. Dezember 2018

Sauerstoffkonzentration hat sich verschlechtert und Blaualgenblüte verstärkt

Informationen zur aktuellen Situation in der Stadt

Hamburg (bue) - Aufgrund der sehr hohen Temperaturen und fehlenden Niederschläge hat sich die Situation in den Hamburger Gewässern deutlich verschlechtert. Die Sauerstoffkonzentrationen in der Tarpenbek und Wandse sind im fischkritischen Bereich. Es ist damit zu rechnen, dass dieser Effekt auch an anderen Gewässern im Stadtgebiet auftritt. Ein erneutes Fischsterben ist möglich. Daneben tritt in der Alster eine massive Blaualtenblüte auf. Unter diesen Umständen bittet die Umweltbehörde, die Hamburgerinnen und Hamburger dringend, folgendes zu beachten.
Das Baden in Gewässern, in denen Blaualgen beobachtet werden („grüner Teppich“) sollte aus gesundheitlichen Gründen unterlassen werden; insbesondere Kinder und Hunde sollten von Blaualgenansammlungen ferngehalten werden.
  • Das auf Grund der Blaualgen angeordnete Badeverbot an einigen ausgewiesenen Badegewässern (Öjendorfer See - Badestelle Nord und Süd, Hohendeicher See - Badestelle West) ist unbedingt zu befolgen; hier können - insbesondere in Flachwasserbereichen - auch Zerkarien, die einen juckenden aber ungefährlichen Ausschlag verursachen, auftreten (www.hamburg.de/badegewaesser).
  • Die im Rahmen der erlaubnisfrei begrenzten Entnahme von Wasser aus den Oberflächengewässern sollte eingestellt werden, um die ohnehin geringen Wassermengen nicht weiter zu reduzieren.
  • Beim Auftreten von Fischsterben ist die Rufnummer 428 40 23 00 zu informieren; von dort wird dann das Abfischen der Kadaver veranlasst.
  • Was hilft?

    Bei länger andauernden hohen Temperaturen, wie sie derzeit herrschen, und fehlenden Niederschlägen gibt es keine wirkungsvollen Maßnahmen, um Fischsterben zu verhindern. Insbesondere kleine, stehende oder nur gering fließende Gewässer sind gefährdet. Das „Verrieseln“ von Frischwasser hat nur einen lokal und zeitlich eng begrenzten Effekt und ist nicht dauerhaft möglich.
    Durch die seit mehreren Jahren durchgeführte Umsetzung zahlreicher Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung der hamburgischen Gewässer durch die Behörde für Umwelt und Energie gemeinsam mit den Wasserbehörden der Bezirksämter soll der Zustand der Gewässer so verbessert werden, dass sie auch Extremsituationen besser überstehen können. Solche Maßnahmen benötigen jedoch längere Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten.
    Die Umweltbehörde weist darauf hin, nur in den ausgewiesenen Grillzonen und Grillwiesen zu grillen, da diese durch die Feuerwehr überwacht werden. Wildes Grillen insbesondere in Schutzgebieten ist untersagt. Pflanzflächen sind derzeit brandgefährdet und Flugasche daher sehr gefährlich.
    Keine Wasservögel füttern: Wenn Sie sich auch für die Verbesserung der hamburgischen Gewässer einsetzen wollen, verzichten Sie auf das Füttern von Wasservögeln, da zum einen die Tiere kein Brot vertragen und zum anderen die Gewässer durch das übermäßige Nährstoffangebot stark belastet werden.

    Sauerstoff, Algen, Trinkwasser, Bäume: die Situation in Hamburg

    Situation in der Elbe: Die Sauerstoffkonzentrationen liegen weiter unter dem Orientierungswert für einen guten Gewässerzustand. Die Sauerstoffsituation im Hafen ist trotzdem relativ ‚stabil‘ auch wenn in Seemannshöft die Sauerstoffkonzentrationen wieder in den akut fischkritischen Bereich von unter 4 mg/l gefallen sind. Die Wassertemperatur der Elbe in Hamburg steigt weiter an. Sie liegt derzeit bei 23,5°C in Bunthaus etwas über 25°C.
    Die Chlorophyllkonzentrationen oberhalb Hamburgs sind verhältnismäßig niedrig und betragen jetzt noch ca. 35 µg/l (Messstation Bunthaus). Im Hafen selbst messen wir Chlorophyllwerte um 20 µg/l (Messstation Seemannshöft). Die Blaualgenkonzentrationen sind mit etwa 8 µg/L CHL niedrig.
    Abfluss in der Elbe: Die Wassermenge, die derzeit aus dem Oberlauf der Elbe nach Hamburg gelangt, ist sehr gering. Dies gilt schon seit Mitte Mai. Zurzeit misst der Pegel in Neu Darchau 191 m³/s. In der kommenden Woche ist mit ca. 175 m³/s zu rechnen. Dies wäre der einer der niedrigsten Durchflüsse der Elbe seit 126 Jahren. Allerdings sind sowohl Niedrig- als auch Hochwassersituationen charakteristisch für die Elbe.
    Situation Nebengewässer: In den meisten Nebengewässern liegen die Sauerstoffwerte zurzeit über der "Mindestkonzentration" von 4 mg/l. Nach dem gewitterbedingten Niederschlagswassereinträgen am Mittwoch sind die Sauerststoffkonzentrationen jedoch in der Tarpenbek (1,2 mg/l) und der Wandse (0,7 mg/l)deutlich unter die Mindestkonzentrationen gefallen.
    Situation BlauGrünAlgen: Seit einigen Tagen wird in der Alster (Messstation Lombardsbrücke) eine deutliche Blaualgenblüte beobachtet. Die Messung ergab eine Konzentration von 46 µg/L Blaualgenchlorophyll. Zur gleichen Zeit wurde in der Messstation Lombardsbrücke 21 µg/L CHL gemessen; Einzelwerte lagen bei bis zu 140 µg/L. Die Wassertemperatur ist mit 25,8 Grad hoch.

    Zum Trinkwasser

    Die Trinkwasserabgabe in Hamburg hat in diesem Jahr an einigen Tagen bei mehr als 400.000 m³ gelegen. An ‚normalen Tagen‘ beträgt er 330.000 m³. Die Trinkwasserspeicher sind nach wie vor gut gefüllt und stehen als zusätzliche Reserve zur Verfügung. Die bislang in diesem Jahr geförderte Grundwassermenge liegt mit 64,14 Mio. m³ um 4 Prozent über dem Vergleichswert des kühlen und nassen Jahres 2017. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die benötigten Mengen für das Jahr 2018 ohne Einschränkungen bereitgestellt werden können.

    Bäume, Parks und Bewässerung

    Grün- und Parkanlagen werden mit Ausnahme von Blumen- und Staudenbeeten sowie neu angelegten Pflanzflächen bislang nicht gewässert. Jungbäume sind in der Situation einer Topfpflanze. Neu gepflanzte Straßenbäume werden bis zum Ende der ausgeschriebenen Fertigstellungs- und Entwicklungspflege (i.d.R. zwei bis drei Jahre) gewässert. Darüber hinaus wird regelmäßig überprüft, an welchen Standorten Bäume zusätzlich gewässert werden müssen; bei anhaltenden Trockenperioden wie derzeit teilweise alle zwei bis drei Tage. Die Mindestwassermenge pro Baum und Durchgang beträgt 200 Liter.
    In einigen Bezirken wie Hamburg-Mitte werden Bewässerungssäcke für Straßenbäume eingesetzt, um eine grundsätzlich gleichmäßigere Wässerung der Wurzelballen zu erreichen und die Wasserverluste durch unkontrolliertes Abfließen zu verhindern. Diese beschichteten Bewässerungssäcke besitzen kleine Austrittsöffnungen nach unten, werden um den Stamm des Baumes gelegt und auf dem Boden aufsitzend fixiert. Gerade in Trockenperioden ist dies eine geeigneten Methoden, die Bewässerung der Bäume zu verbessern.
    Zu Altbäumen: Hier macht Wässern i.d.R. keinen Sinn, weil die wasseraufnehmenden Wurzeln längst in größerer Tiefe oder weit vom Stamm entfernt ihr Wasser finden. Da sie sich über Jahrzehnte einen großen Wurzelraum erschlossen haben, reagieren sie kaum auf Trockenheit; das belegen auch unsere eigenen Untersuchungen zum Transpirationsstrom im Stamm, die wir im Forschungsvorhaben SiK (Stadtbäume im Klimawandel) vornehmen ließen. Altbäume sind damit unsere eigentlichen Klimabäume! Natürlich gibt es auch Standorte, wo die Wurzelsituation für Altbäume generell ungünstig ist; das sieht man den Bäumen dann auch an.
    Zudem haben Bäume eigene Strategien, mit Wassermangel umzugehen
    Platanen: Wenn die Platane ihre Borke abwirft, ist das kein Grund zur Besorgnis. Die Platanen wachsen und dabei wird ihr das ‚Kleid zu eng‘, das sie trägt. So entstehen auch die unregelmäßigen, aber typischen braunen-hellgrünen Platenenflecken.
    Linde: Linden haben bei dauerhaft hohen Temperaturen und Trockenheit eine spezielle Überlebensstrategie entwickelt. Wenn über die Blätter mehr Wasser verdunstet als über die Wurzeln nachgezogen wird, werfen sie Blätter ab. Bevor die Blätter allerdings abfallen, entzieht ihnen der Baum das nährstoffreiche Chlorophyll, das Grün in den Blättern, die Blätter werden vorzeitig gelb. Das ist das, was wir jetzt vereinzelt bei Linden beobachten können.
    Wässern: Viele Bürgerinnen und Bürger fragen besorgt nach, ob die Umweltbehörde empfiehlt, die Bäume zu wässern. Ja, das tun wir. Vor allem die jungen, kleineren Bäume, deren Wurzeln noch nicht weit ins Erdreich reichen, brauchen reichlich und regelmäßig Wasser. Bei den alten, großen Bäumen sind die Wurzeln so verzweigt, das das Gießwasser sie nicht erreicht. Deswegen: wer den jungen Bäumen bei der hohen Temperaturen helfen möchte, gießt sie reichlich und regelmäßig.
    Vorteil für exotische Bäume?
    Ob heimisch oder exotisch spielt im Straßenraum eine nachrangige Rolle. Am Extremstandort Straße geht es um das blanke Überleben, deshalb beteiligt sich Hamburg auch an dem bundesweiten Straßenbaumtest der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK). Für diesen Test werden seit 1995 neue und alte Arten und Sorten gepflanzt und regelmäßig bonitiert, um ihre Zukunftsfähigkeit beurteilen zu können. http://www.galk.de/index.php/arbeitskreise/stadtbaeume/themenuebersicht/strassenbaumtest-2 oder direkt http://www.strassenbaumtest.galk.de/

    (aktuell bis 15.08.2018 - 6477 x aufgerufen)

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