Donnerstag, 16. August 2018

Gefährliche Zwillinge: Jetzt sprießen Bärlauch und Maiglöckchen im Garten

Hamburg (dgk) - Seit dem Frühlingsbeginn spielen die Kinder wieder gern im Garten, wobei sie mit viel Fantasie die unterschiedlichsten Dinge verwenden, die sie draußen vorfinden. Beim "Süppchen kochen" zum Beispiel kommen oft Beeren, Blätter oder andere Pflanzenteile zum Einsatz. Allerdings ist das "Süppchen" manchmal nicht ungefährlich. Eltern sollten daher ein Auge auf das "Freiluft-Kochen" ihrer Kleinen werfen. "Im Jahr 2010 gab es allein in Nordrhein-Westfalen insgesamt 2.910 Vergiftungsfälle durch Pflanzen," erklärt Dr. med. Carola Seidel von der Informationszentrale gegen Vergiftungen am Universitätsklinikum Bonn, "in 2.004 Fällen davon waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren betroffen." Eine besondere Gefahr besteht dann, wenn essbare Pflanzen mit einem giftigen Doppelgänger verwechselt werden können. So wie dies beim Bärlauch der Fall ist: Die beliebte Würzpflanze wird immer häufiger auch im Garten kultiviert, die Blätter werden meist vor der Blüte geerntet. Je nach Standort sprießen zeitgleich Maiglöckchenblätter hervor, die in den jungen Blätter, Blüten und Samen große Menge herzwirksame Glykoside und Saponine enthalten. Das Gift führt zu Übelkeit, Erbrechen und Herzrhythmusstörungen. Erwachsene mögen beide Pflanzen in ihrem Garten sicher auseinander halten können – kleinen Kindern gelingt dies nicht.

Ganz allgemein sollten in Haushalten mit kleinen Kindern sehr giftige Pflanzen aus Wohnung und Garten möglichst verbannt werden. Welche Pflanzenteile gesundheitsschädlich wirken, ist von Art zu Art verschieden. Jede Pflanze hat unterschiedliche Inhaltsstoffe, Gefährdungsgrade und Wirkungen. Die Symptome reichen von Hautreizungen über Magenverstimmungen bis hin zu Kreislaufkollaps und Atemlähmung. "Besonders gefährdet durch giftige Pflanzen sind Kinder zwischen 9 Monaten und 3 Jahren", so Seidel.

Giftige Pflanzen, die auch im Garten angebaut werden, sind zum Beispiel (und das ist nur eine kleine Auswahl): Eibe, Fingerhut, Aronstab, Efeu, Lebensbaum, Nachtschattengewächse wie Tollkirsche, Wolfsmilchgewächse, Bilsenkraut, Stechapfel, Maiglöckchen, Eisenhut, Goldregen, Fingerhut und Engelstrompete, Seidelbast, Wunderbaum, Rhododendron, Liguster, Arnika oder Oleander.

Wie können Sie Vergiftungen mit Pflanzen vorbeugen? Informieren Sie sich vor dem Kauf über die Unschädlichkeit einer Pflanze. • Kontrollieren Sie, ob eine der aufgeführten Pflanzen im Spielumfeld Ihrer Kinder wächst. • Besprechen Sie Vergiftungsrisiken behutsam mit Ihren Kindern und vermitteln Sie Ihnen, keine Pflanzenteile zu probieren.

Eine Liste der Rufnummern der Giftnotrufzentralen finden Sie im Internet unter: http://www.dgk.de, Suchwort: Giftinformationszentralen in Deutschland. - Bildunterschrift: Die Blätter von Bärlauch sehen sich zum Verwechseln ähnlich. (Foto: DGK / Ley-Köllstadt)

(aktuell bis 28.04.2018 - 3958 x aufgerufen)

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