Donnerstag, 16. August 2018

Neue Behandlungsmöglichkeit für chronische Schlafstörungen

Bemerkenswertes aus der Schlafforschung

Hamburg (wli) - Schlafstörungen mit ihren Folgen wie Schlaf-, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen bis hin zur Demenz treffen immer mehr Menschen – ein Fall für die "Chronobiologie", einen relativ neuen Bereich medizinischer Wissenschaft. Als vielversprechendes Therapeutikum zur nachhaltigen Harmonisierung gestörter Schlaf-Wach-Zyklus gilt unter Schlaf-Experten heute "retardiertes Melatonin".

Leistungsfähigkeit und guter Schlaf sind eng miteinander verknüpft. Ist die Schlaf/Wach-Abfolge gestört, leidet das psychische Wohlbefinden, Aggressivität wechselt ab mit Selbstzweifeln, Depressionen kommen auf. Auch Konzentrationsvermögen und Gedächtnisleistung sind massiv betroffen, das Risiko für das Entstehen von Demenzerkrankungen ist deutlich erhöht.

Inzwischen steht fest: Für ein reibungsloses Funktionieren der Schlaf/Wach-Abfolge kommt dem bei Anbruch der Dunkelheit gebildeten Schlafhormon Melatonin eine entscheidende Bedeutung zu. Etwa zwei Stunden nach Beginn der Melatonin-Produktion setzt im Normalfall eine gesunde Müdigkeit ein, die den Körper auf den kommenden Schlaf einstimmt.

Retardiertes Melatonin – Lösung vieler Gesundheitsprobleme

Melatonin lässt sich durchaus mittels Tabletten zuführen. Um chronobiologische Prozesse zu harmonisieren, muss die Melatonin-Versorgung allerdings über einen Zeitraum von mehreren Stunden hinweg möglichst exakt imitiert werden. Für eine solche langsame, kontrollierte Melatonin-Freigabe verordnen immer mehr Ärzte eine speziell entwickelte, sogenannte Retard-Tablette. Regelmäßig vor dem Schlafengehen eingenommen, wird der Wirkstoff verzögert freigesetzt und stellt so ein gesundes Schlafmuster wieder her.

In einer Studie mit mehr als 600 Patienten zeigte sich schon nach einer dreiwöchigen Behandlung eine sehr deutliche, über den Behandlungszeitraum hinaus anhaltende Verbesserung der Schlafqualität – ohne Gewöhnungseffekte oder Abhängigkeiten. Patienten, die unter leichter bis mittelschwerer Demenz (Alzheimer) leiden, scheinen von einer Therapie mit retardiertem Melatonin in besonderem Maße zu profitieren.

Im Verlauf einer erst kürzlich durchgeführten 6-Monats-Studie zeigten sich nicht nur eine signifikante Steigerung von Hirnleistung und Erinnerungsvermögen - auch das Ausmaß der sogenannten Alzheimer-Plaques wurde positiv beeinflusst. Da es sich bei circadianen Störungen meist um komplizierte Gesundheitsprobleme handelt, gehört ihre Therapie grundsätzlich in die Hand erfahrener Ärzte. Retardiertes Melatonin ist daher trotz seiner sehr guten Verträglichkeit rezeptpflichtig.

(aktuell bis 30.09.2018 - 3859 x aufgerufen)

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