Donnerstag, 24. Januar 2019

Schon wieder Fahrzeugkontrollen durch die Kontrollgruppe "Autoposer"

Hamburg (ots) - Beamte der Kontrollgruppe "Autoposer" führten am 10. bis 12.05.2018 erneut zielgerichtete Kontrollmaßnahmen im Hamburger Stadtgebiet durch. Insgesamt wurden 25 verhaltensauffällige Fahrzeugführer mit ihren zum Teil unzulässig veränderten Fahrzeugen angehalten und überprüft.
Im Rahmen der Kontrollmaßnahmen wurden folgende Verkehrsverstöße geahndet: zwei Fahrzeugführer fuhren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln - bei neun Fahrzeugen führten technische Veränderungen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis - zwei Fahrzeuge wurden aufgrund technischer Veränderungen sichergestellt * ein Fahrer missachtete das Rotlicht * drei Fahrer nutzten ein Mobiltelefon während der Fahrt * sechs Fahrzeugführer verursachten unnötigen Lärm.
Im Besonderen kam es zu nachstehenden Sachveralten:
Am vergangenen Donnerstagabend wurde im zähflüssigen Verkehr auf der stark frequentierten Reeperbahn ein Ferrari 488 Spider (620 PS) unter Missachtung jeglicher Rücksicht bewegt. Der Fahrer vollzog sprunghafte Fahrstreifenwechsel, die nur durch das Abbremsen des nachfolgenden Verkehrs möglich waren. Als der rote Sportwagen kurz halten musste, wurden laute Gasstöße abgegeben, sodass viele Passanten, welche sich im Umfeld der Christi-Himmelfahrts-Veranstaltungen befanden offenbar erschraken und in Richtung des Ruhestörers gestikulierten. Eine zivile Streife der Kontrollgruppe Autoposer konnte das Fahrzeug in der Ludwig-Erhard-Straße anhalten und kontrollieren. Der 38 Jahre alte, deutsche Fahrzeugführer zeigte sich zu keinem Zeitpunkt einsichtig. Er gab an, dass er mit seinem Firmenwagen fahren könne, wie er wolle. Es sei immerhin ein Ferrari. Das Fahrzeug war in einem technisch ordnungsgemäßen Zustand und der lauteste Fahrmodus eingeschaltet. Bei der Ergründung der Ursache für die enthemmte Fahrweise entstand bei den geschulten Beamten der Eindruck, dass der Fahrzeugführer unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln stehen könnte. Ein Drogenschnelltest reagierte positiv auf Kokain. Die Weiterfahrt wurde untersagt, das Fahrzeug verkehrsgerecht geparkt, der Führerschein beschlagnahmt und der Beschuldigte zum Zwecke einer Blutprobenentnahme dem Polizeikommissariat 14 zugeführt.
Am Abend des Sonnabend wurde ein Kontrollteam durch ein sehr lautes Abgasgeräusch im Bereich Reeperbahn / Holstenstraße auf ein sogenanntes "Trike" aufmerksam. Bei der anschließenden Kontrolle des Kraftrads der Firma TIM Monster (225 PS) stellten die Beamten im Rahmen der technischen Überprüfung das Fehlen des Hauptschalldämpfers und der Abgasreinigung (Katalysator) fest. Dies führte zu einer wesentlichen Verschlechterung des Geräuschverhaltens. Im Rahmen einer Vergleichsmessung erhöhte sich das Standgeräusch von den erlaubten 92 Dezibel auf 103 Dezibel. Zum Zwecke der Beweisführung wurde das Fahrzeug sichergestellt und einem amtlich anerkannten Sachverständigen vorgeführt.
Wenige Stunden später fiel den Beamten im Bereich der Elbbrücken ein schwarzer Kleinwagen auf, welcher mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit in die Stadt einfuhr. Im Zuge einer Geschwindigkeitsmessung wurden Spitzenwerte bis zu 92 km/h, bei erlaubten 50 km/h, dokumentiert. In Höhe Lombardsbrücke/Neuer Jungfernstieg missachtete der Mercedes A180 (122 PS) noch zusätzlich eine Rotlicht anzeigende Lichtzeichenanlage. Infolgedessen wurde das Fahrzeug in Höhe Alsterglacis/Mittelweg gestoppt und kontrolliert. Der 34-Jährige erweckte den Anschein, dass er zeitnah Betäubungsmittel konsumiert haben könnte. Ein Drogenschnelltest reagierte positiv auf Kokain und Amphetamin. Daraufhin wurde sein Pkw verkehrssicher geparkt, die Weiterfahrt untersagt, der Führerschein beschlagnahmt und am Polizeikommissariat 14 eine Blutprobenentnahme durchgeführt.
In den frühen Sonntagmorgenstunden hörten die Beamten in der Wandsbeker Chaussee ein laut grollendes Fahrzeug heranfahren. Als dieses grollend den zivilen Streifenwagen überholte, stellte das Kontrollteam fest, dass der Lärm von einem Pkw Smart (54 PS) verursacht wurde. Im Rahmen einer technischen Überprüfung wurde sodann festgestellt, dass der Endschalldämpfer manipuliert war. Statt der zulässigen 85 Dezibel wurden 101 Dezibel gemessen. Das Fahrzeug des 20-jährigen Deutschen wurde zum Zwecke einer Begutachtung sichergestellt.
Die Kontrollgruppe "Autoposer" wird auch in Zukunft ihre zielgerichteten Maßnahmen durchführen, um die Sicherheit auf Hamburgs Straßen zu erhöhen.

(aktuell bis 20.05.2018 - 1852 x aufgerufen)

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